3 Tipps, wie der Papa das Kind ins Bett bringen kann
- Laura Lösch

- vor 4 Tagen
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"Ich möchte abstillen, damit auch mal der Papa/Partner das Kind ins Bett bringen kann und ich nicht immer in den Schlaf stillen muss.”
Viele Mütter kennen es: Das Einschlafstillen ist unkompliziert, vertraut und oft der schnellste Weg, damit das Baby entspannt einschlafen kann. Das Stillen vor dem Schlafengehen ist vollkommen normal und bietet Nähe, Geborgenheit und Sicherheit. Daran ist überhaupt nichts auszusetzen.
Trotzdem kommt bei vielen Familien irgendwann der Wunsch auf, dass auch der Papa oder ein anderer Elternteil das Baby ins Bett bringen kann. Vielleicht möchte die Mama einmal einen Abend mit Freunden verbringen, einen Sportkurs besuchen oder einfach eine kleine Pause genießen. Das bedeutet nicht, dass abgestillt werden muss – und auch nicht, dass das Baby plötzlich ohne Stillen einschlafen muss.
Die gute Nachricht ist: Auch ein voll gestilltes Baby kann vom Papa ins Bett gebracht werden. Viele Eltern sind überrascht, wie gut das funktionieren kann, wenn sie dem Prozess Zeit geben.

Kann ein Baby ohne Stillen einschlafen?
Diese Frage beschäftigt viele Eltern. Die Antwort lautet: Ja. Babys können lernen, auch auf andere Weise einzuschlafen – allerdings bedeutet das nicht, dass sie von heute auf morgen auf das Einschlafstillen verzichten müssen.
Beim Einschlafen geht es für Babys viel um Sicherheit. Manche Kinder akzeptieren schnell eine andere Einschlafbegleitung, andere brauchen etwas mehr Zeit. Entscheidend ist nicht, dass das Stillen "abgewöhnt" wird, sondern dass das Baby Vertrauen zu einer weiteren Bezugsperson aufbauen darf, bei der es sich sicher und geborgen fühlt.
Papa ins Bett bringen – 3 Tipps, die den Einstieg erleichtern
1. Sorge dafür, dass die Grundbedürfnisse erfüllt sind
Bevor der Papa das Baby ins Bett bringt, sollte das Kind möglichst satt sein. Viele Familien stillen deshalb kurz vor der Schlafenszeit noch einmal. Auch eine frische Windel oder – falls ihr abhaltet – ein letzter Toilettengang sorgen dafür, dass das Baby sich wohlfühlt.
Je entspannter und zufriedener das Baby ist, desto leichter fällt häufig auch das Einschlafen.
2. Erst tagsüber üben
Nicht jede neue Situation muss gleich am Abend ausprobiert werden. Gerade wenn Babys müde sind, fällt ihnen Veränderung oft schwer.
Deshalb kann es hilfreich sein, wenn der Papa das Einschlafen zunächst tagsüber bei einem Mittagsschlaf begleitet. Die Schlafbereitschaft ist oft geringer als am Abend und alle Beteiligten können ohne großen Zeitdruck ausprobieren, was gut funktioniert.
Wenn das einige Male geklappt hat, fällt vielen Familien der Übergang zum nächtlichen Ins-Bett-bringen deutlich leichter.
3. Der Papa darf seinen eigenen Weg finden
Ein häufiger Fehler ist, dass der Papa versucht, alles genauso zu machen wie die Mama. Dabei ist das gar nicht nötig.
Babys unterscheiden sehr genau zwischen ihren Bezugspersonen. Deshalb darf der Papa seinen ganz eigenen Weg finden, das Baby zum Einschlafen zu begleiten.
Das kann zum Beispiel sein:
Tragen in der Babytrage
Sanftes Wippen auf dem Pezziball
Kuscheln im Arm
Spazierengehen mit dem Kinderwagen
Ruhiges Summen oder Singen
Gemeinsames Schaukeln oder Wiegen
Nicht jede Methode passt zu jedem Baby – und das ist völlig normal.
Einschlafen ohne Stillen braucht Zeit
Wenn der Papa das Baby ins Bett bringen soll, klappt das selten beim ersten Versuch perfekt. Manche Babys protestieren zunächst, weil sie eine Veränderung bemerken. Das bedeutet jedoch nicht, dass etwas falsch läuft.
Versucht deshalb, den Druck herauszunehmen. Aus dem Gedanken "Er muss das jetzt schaffen" wird schnell Stress – und den spüren Babys sehr genau.
Stattdessen hilft eine entspannte Haltung:
"Wir probieren es heute einfach aus. Wenn es noch nicht klappt, versuchen wir es an einem anderen Tag wieder."
Mit Geduld, Wiederholungen und Vertrauen entwickeln viele Familien ganz selbstverständlich mehrere Einschlafrituale. Das entlastet die Mama und stärkt gleichzeitig die Beziehung zwischen Papa und Kind.
Muss ich dafür abstillen?
Nein.
Viele Eltern glauben, dass das Baby erst ohne Stillen einschlafen können muss, bevor der Papa das Ins-Bett-bringen übernehmen kann. Tatsächlich ist das in den meisten Fällen nicht notwendig.
Das Baby darf weiterhin bei der Mama gestillt werden und gleichzeitig lernen, dass es beim Papa auf andere Weise sicher und geborgen einschlafen kann. Beides kann wunderbar nebeneinander bestehen.
Fazit: Papa darf seinen eigenen Weg finden
Das Einschlafstillen ist eine wunderbare Möglichkeit, ein Baby liebevoll in den Schlaf zu begleiten. Gleichzeitig darf es auch andere Wege geben.
Wenn der Papa das Baby ins Bett bringt, muss er die Mama nicht kopieren. Babys profitieren sogar davon, unterschiedliche Einschlafrituale kennenzulernen. Mit etwas Geduld, Gelassenheit und Zeit finden viele Familien ihren ganz individuellen Weg.
So entsteht Schritt für Schritt mehr Flexibilität im Familienalltag – ganz ohne Druck und oft sogar ohne Abstillen.
Wenn du Unterstützung bei dem Thema brauchst, melde dich gerne bei mir!



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